1949

Gründung einer ausserordentlichen Professur für Hochspannungstechnik und Berufung von Prof. Dr. sc. techn. Karl Berger (geb. 30.11.1898 Balgach/SG, Schweiz, gest. …01.12.1993 Küsnacht/ZH, Schweiz).

Karl Berger studierte 1917–1923 Elektrotechnik an der ETH Zürich. Anschliessend arbeitete er bei BBC und später bei der SEV. K. Berger promovierte 1930 und habilitierte 1936. Von 1936 - 1948 hatte er einen Lehrauftrag als Privatdozent an der ETH, hielt Vorlesungen über Hochspannungstechnik und leitete Übungen im 1933 gegründete Laboratorium für Hochspannungsversuche. 1949 wurde der Lehrauftrag in eine selbständige ausserordentliche Professur umgewandelt die Berger bis zur seiner Emeritierung 1969 gestaltete. In seinen Forschungen studierte er unter anderem die Grundlagen von Blitzen deren Auswirkungen auf das elektrische Energieübertragungssystem. So war er auch für die Errichtung der Blitzmessstation auf dem Monte San Salvatore 1943 verantwortlich.

Link auf eingescanntes Dokument von Berger (55 Jahre Blitzforschung) und SEV Bulletin, sowie auf die ETH Festschrift 1855-1955.

1969

Berufung von Prof. Dr.-Ing. Walter Zaengl (geb. 1931 in Runding, Deutschland) zum ordentlichen Professor für Hochspannungstechnik.

Walter Zaengl studierte Elektrotechnik an der TU München, wo er 1955 diplomierte. Anschliessend arbeitete er 2 Jahre bei AEG in der Hochspannungsschalterentwicklung. 1956 kam er zurück an die TU München zu Prof. Prinz, wo er 1964 über „Das Messen hoher, rasch veränderlicher Stossspannungen“ promovierte und 1969 über den „Stossspannungsteiler mit Zuleitung“ habilitierte. Diese Arbeiten sind die Grundlagen für den allseits bekannten gedämpft kapazitiven Spannungsteiler, auch „Zaengl-Teiler“ genannt. Zeitgleich mit seiner Berufung 1969 fielen die Planungen für den Neubau des Instituts für Elektrotechnik, so dass er verantwortlich für die Planung der Hochspannungshallen war, die bis heute erfolgreich im Einsatz für Forschung und Lehre sind. Seine Forschung konzentrierte sich auf Themen im Bereich Hochspannungsmess- und –prüftechnik, Grundlagen der Gasentladungsphysik, Diagnostik für Anlagen der Energietechnik. Prof. Walter Zaengl wurde 1997 emeritiert.

 

Link auf eingescanntes Dokument zum Neubau der Hochspannungshallen, sowie auf die Festschrift der ETH 1955-1980.

1997

Berufung von Prof. Dr.-Ing. Klaus Fröhlich (geb. 1945, in Salzburg, Österreich) zum ordentlichen Professor für Hochspannungstechnik.

Klaus Fröhlich studierte Elektrotechnik an der TU Wien wo er 1972 diplomierte und 1976 promovierte. Von 1979 – 1990 bei BBC (heute ABB) in der Schweiz und den USA, u.a. als Leiter der Hochspannungsprüf-
laboratien in Zürich. 1990 – 1997 war er ordentlicher Professor für Schaltgeräte und Hochspannungstechnik an der TU Wien. Seit 1997 ist er ordentlicher Professor für Hochspannungstechnik an der ETH Zürich. Klaus Fröhlich ist derzeit Präsident des Technische Komitee der Cigre. Der Schwerpunkt seiner Forschungsarbeiten ist auf dem Gebiet Schaltertechnologie, dem kontrolierten Schalten, der Strombegrenzung und der Evaluation zukünftiger Energiesysteme.
Prof. Klaus Fröhlich wurde per 30. Juli 2010 emeritiert und betreut noch verschiedene Doktoratsarbeiten bis zu deren Abschluss.

2010

Berufung von Prof. Dr. rer. nat. Christian M. Franck (geb. 1973 in Bonn, Deutschland) zum Assistenzprofessor für Hochspannungstechnik.

Christian Franck studierte Physik in Bonn, Edinburgh und Kiel, wo er 1999 diplomierte. Anschliessend forschte er am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik unter Prof. Klinger und promovierte 2003 in experimenteller Plasmaphysik. 2003 – 2009 arbeitete er am ABB Forschungszentrum, zuletzt als Gruppenleiter für Hochspannungssysteme und Gasleistungsschalter.
Seit 2010 ist er Professor an der ETH Zürich und hat am 1. August 2010 die Leitung der Fachgruppe Hochspannungstechnologie übernommen. Seine Forschungsarbeiten fokussieren sich auf die Themen „HVDC Netze“ und „Gasentladungsphysik“.

Top